Können Ausländer in Deutschland Geld anlegen? Warum eigentlich nicht? Ebenso wie Deutsche im Ausland Geld auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto anlegen können, ist dies auch für Ausländer in Deutschland möglich. Auf die steuerlichen Bedingungen soll hier allerdings nicht eingegangen werden.

Grundsätzlich gilt deshalb auch für den Ausländer, dass er mit dem Zinsvergleich Tagesgeld oder dem Zinsrechner Festgeld nach günstigen Angeboten in Deutschland fahnden kann. Zwar ist die Kontoeröffnung nicht ganz so einfach, aber im Prinzip ohne große Probleme möglich, wenn es sich um einen Ausländer mit EU-Wohnsitz handelt. Selbst ein Amerikaner dürfte kein grundsätzliches Problem haben, in Deutschland ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto zu eröffnen, wie es umgekehrt auch möglich ist, ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto in den USA zu eröffnen.

Die Schwierigkeiten liegen eher im Detail. Wer beispielsweise in den USA ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto eröffnen möchte, benötigt dazu einen US-Führerschein oder eine US-Sozialversicherungsnummer. Weil er beides nicht besitzt, wird es ihm praktisch online nicht möglich sein, ohne weiteres ein Konto zu eröffnen. Deshalb geht es manchmal doch nicht ohne die persönliche Anwesenheit.

Wenn ein Ausländer in Deutschland Tagesgeld anlegt, wird er die gleichen Zinsen bekommen wie auch ein deutscher Kunde. Es sei denn natürlich, er bringt gleich eine größere Summe zur Bank. Dann kann er wie natürlich ein deutscher Kunde auch Sonderzinsen für seine Geldanlage aushandeln.

Das Internet macht es möglich, von Deutschland aus beispielsweise günstige Angebote in Österreich oder der Schweiz zu suchen. Auch da ist der Zinsvergleich Tagesgeld genau so möglich wie der Zinsrechner Festgeld. Die Gepflogenheiten in diesem Bereich sind in der Regel innerhalb der EU einheitlich, weil es gemeinsame Regeln gibt. Die Geldanlage als Tagesgeld wäre somit auch bei der Anlage im Ausland genau so täglich fällig wie das Festgeldkonto zum Fälligkeitstermin geräumt werden kann.

Bei der Geldanlage in Deutschland bei einer deutschen Bank gelten die deutschen Einlagensicherungsbedingungen, auch wenn es sich um einen ausländischen Kunden handelt. Umgekehrt gelten für Deutsche bei einer Geldanlage auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto einer ausländischen Bank die dortigen Sicherungsbedingungen. Auch das ist innerhalb der EU kein Problem, weil die Mindestbedingungen einheitlich geregelt sind.

Wer allerdings außerhalb der EU oder anderer sicherer Staaten wie die USA oder Kanada eine Geldanlage auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto tätigt, tut gut daran, sich zuvor über die Einlagensicherung zu informieren. Möglicherweise haftet ihm nur die Bank, und im Ausland, insbesondere in Ländern mit problematischem Rechtssystem, kann es schwierig sein, Ansprüche gerichtlich durchzusetzen.