Immobilienkredit
Der Immobilienkredit ist eine sehr empfindliche Art der Kreditgewährung. Dies besteht darin, dass sich mittels der meistens hohen Kreditsumme und der hohen Kreditkosten (Zinsen, Gebühren etc.), auch kleine Unachtsamkeiten stark auswirken. Bei einer Kreditsumme von zum Beispiel 1500 Euro spielt ein halbes Prozent beim Zinssatz relativ geringere Rolle, wenn auf der anderen Seite bei einem aufwendigeren Kredit vielleicht andere vorteilhafte Leistungen eingefordert werden können. Bei einer Baufinanzierung hingegen führt ein um einen halben Prozentpunkt höherer Zinssatz am Ende zu erheblich höheren Baukosten und auch zu einem höheren Risiko für beide Seiten.
Grundlage einer Immobilienfinanzierung bildet eine stabile Konzeption des Bauvorhabens, was sowohl für die private wie auch die geschäftliche Baufinanzierung gilt; im Folgenden soll sich in erster Linie mit dem Finanzkonzept befasst werden, das der hauptsächlich für Wohnzwecke gedachten Produktion von Gebäuden dient. Zur privaten Hausfinanzierung gehören ausserdem der Neubau, der Erwerb eines Altbaus, die Renovierung eines Altbaus und der Erwerb einer Eigentumswohnung.
Zu beachten: Auch durch einen Online Kredit ist es möglich, eine Immobilenfinanzierung durchzuführen.
Die stabile Konzeption eines Immobilenkredits gibt auf alle Möglichkeiten der Eigen- und Fremdfinanzierung Acht und erarbeitet ein Finanzierungskonzept, bei dem die beste und stabilste Umsetzung des Bauvorhabens zu erwarten ist. Denn das Risiko ist wegen der hohen Kreditsumme enorm. Ein Abbruch der Finanzierung ist generell für Kreditgeber wie Kreditnehmer mit Aufwendungen und Schäden verbunden. Oft sind auch die teilgenommenen Handwerksbetriebe davon betroffen. Das private Bauaufkommen in Deutschland präsentiert einen bemerkenswerten Wirtschaftsfaktor. Ende 2007 standen laut Bundesbank Kredite in der Größe von fast 800 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Erstellung von Wohneigentum durch Privatpersonen.
Bei Baudarlehen wird hinsichtlich der Abzahlung von Tilgung gesprochen. Der sogenannte Tilgungsplan enthält die (bei einer Immobilienfinanzierung zu zahlenden) Zinsen nicht. Die Zinsen kalkulieren sich jeweils nach der noch bestehenden Restschuld, die pro Jahr durch die Tilgung verringert wird. Aus diesem Grunde werden durch den monatlichen Abschlag am Anfang hauptsächlich die Zinsen abgetragen. Der Zinsanteil sinkt dann weiter, während die Tilgung sich erhöht. Die monatliche Belastung bleibt ständig.
Wegen des hohen Kredit- und Zinsbetrages, des meistens hohen Wertes der Immobilie und der erbrachten Eigenleistung beim Bau ist eine Immobilienfinanzierung eine Vertrauensangelegenheit zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer.